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30 Minuten, Farbe, VHS
Die heute bestehende Siedlungsstruktur Bayerns hat sich keineswegs kontinuierlich und geradlinig entwickelt. Immer wieder haben innere und äußere Faktoren den Werdegang der einzelnen Städte in wechselnde Richtungen gedrängt.
Beispielhaft will der Film die Geschichte der Stadtwerdung und Stadtentwicklung im bayerisch-fränkischen Gebiet anhand des Siedlungsraumes Regnitztal nachzeichnen. Bamberg und Nürnberg sind die beiden Städte, die das Tal bis heute prägen. Von den ein Jahrtausend zurückreichenden Siedlungsgründungen bis in die Gegenwart führt der filmische Streifzug durch Ober- und Mittelfranken.
Die geografischen Voraussetzungen für die Entstehung von festen Siedlungen, die Bedingungen für die Entwicklung von Handel und Gewerbe hinter sicheren Stadtmauern, die regionalen und die globalen Veränderungen der Infrastruktur und des Verkehrswesens und nicht zuletzt die ideengeschichtlichen und politischen Wandlungen der Städteverfassung werden im Film angesprochen. Grundlage sind dabei neue Erkenntnisse der Stadtarchäologie, die bei Grabungen der zuständigen Denkmalbehörden gewonnen wurden.
In der Verbindung von kleinen Spielszenen mit der Darstellung der Arbeit der Archäologen und in der Verknüpfung der lokalen Geschichte mit allgemeinen historischen Entwicklungslinien wird das Bild der Vergangenheit einer städtisch geprägten Region Bayerns lebendig
32 Minuten Farbe VHS
Von Kreuzfahrern gehetzt, von der Kirche verteufelt, als Kammerknechte nur dem Kaiser unmittelbar untertan: Juden standen vom Mittelalter bis zur Französischen Revolution außerhalb der gesellschaftlichen Hierarchie. Andererseits waren sie unersetzlich als Ärzte, Händler, Geldverleiher und Kulturvermittler. Im Jahr 1349 trifft Karl IV. eine folgenschwere Entscheidung: Wenn die Nürnberger ihre Probleme mit den "kaiserlichen Kammerknechten" handgreiflich lösen wollen, verlangt er keinerlei Entschädigung. Jetzt sind sie politisch gesehen Freiwild. Die Macht des Kaisers bröckelt und Patrizier, Bischöfe und Fürsten haben eigene Interessen. Pogrome sind an der Tagesordnung. Bis zum 16. Jahrhundert vertreiben alle bayerischen Städte ihre jüdischen Bürger.
Doch wer in Zollchroniken oder in der jüdischen Responsliteratur der gleichen Zeit blättert, erhält auch ein ganz anderes Bild. Hier sind die oft sehr belesenen und mehrsprachigen Juden die Kulturvermittler des Mittelalters. Außerdem werden die Juden als Kaufleute und verlässliche Geschäftspartner mit internationalen Beziehungen lobend erwähnt.
In den Zeiten zwischen den Pogromen entstehen blühende, religiöse Zentren, es finden öffentliche Diskurse zwischen Christen und Juden statt. Viele Judenfriedhöfe in Franken und Schwaben erinnern an eine lange, friedliche Koexistenz zwischen Christen und so genannten Landjuden, die sich nach der Vertreibung aus den Städten in die schützende Obhut von Reichsrittern begaben. Mit Unterstützung der jüdischen Gemeinde in Würzburg unternimmt der Autor eine filmische Zeitreise durch die widersprüchliche Geschichte der Juden in Bayern, die von Verfolgung geprägt ist, aber auch von hohem Ansehen und Lebensfreude.
44 Minuten Farbe VHS
Die Filmdokumentation zeichnet die Karriere des bayerischen Staatsministers Maximilian Joseph Graf Montgelas nach, der von 1797 bis 1817 die Regierungsgeschäfte am Hof von Max I. Joseph bestimmte.
In Schloß Egglkofen, wohin sich der mächtige Minister nach seiner Entlassung zurückzog, gibt sein dreifacher Urenkel Rudolf- Konrad Graf Montgelas Auskunft über die Reformen, die Bayern seinem Urahn verdankt.
Anhand von Porträts, Büsten, Portefeuilles, Dokumenten und Einblicken in Bibliothek und Kabinette in Egglkofen und im Palais Montgelas in München eröffnet sich sowohl ein Bild des Privatmannes Montgelas als auch eine Würdigung seiner innen- und außenpolitischen Verdienste. Mit seinem diplomatischen Geschick bewirkte er Bayerns Erhebung zum Königreich. Zu den Schauplätzen seines Wirkens gehören vor allem die Münchner Residenz und Schloß Nymphenburg. Eine Steindruckpresse verdeutlicht den für die Gebietsreform so wichtigen Fortschritt bei der Landvermessung und Kartografierung, die Beamtenreform spiegelt sich in farbigen Uniformentwürfen wider, in Schloß Hohenaschau werden die Auswirkungen der Adelsreform unter Montgelas sichtbar und zu den Folgen der Säkularisation nimmt Pater Ulrich Faust in Kloster Ottobeuren Stellung.
Der 1838 verstorbene Minister wurde in Schloß Aham beigesetzt. Der für seine Entlassung verantwortliche spätere König Ludwig I. versöhnte sich mit dem unbequemen Minister seines Vaters. Und so fand Graf Montgelas auch einen Platz in der bayerischen Ruhmeshalle an der Münchner Theresienwiese.
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29 Minuten Farbe VHS
Die Agenda 21 geht auf die Umweltkonferenz der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro im Juni 1992 zurück. 178 Nationen haben dieses "Aktionsprogramm für eine bessere, zukunftsfähige Welt im 21. Jahrhundert" unterzeichnet und sich damit zu einer umweltorientierten Politik der Nachhaltigkeit verpflichtet.
Neu ist dabei der umfassende Ansatz, die Bereiche Ökologie, Ökonomie und Soziale Sicherheit als untrennbare Einheit aufzufassen: Die Verbesserung der ökonomischen und sozialen Lebensbedingungen muss mit der langfristigen Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen in Einklang gebracht werden. Dementsprechend wendet sich die Agenda 21 nicht nur an Regierungen und staatliche Institutionen, sondern an alle gesellschaftlichen Gruppen und an jeden Bürger. Dies hat in vielen Kommunen zu einer grundlegenden Veränderung des politisch-gesellschaftlichen Lebens geführt.
Der Film zeigt am Beispiel von zwei Gemeinden im Landkreis Regen die Grundzüge der lokalen Agenda-21-Arbeit auf. Vor dem Hintergrund des Bayerischen Waldes wird der Begriff Nachhaltigkeit, der ursprünglich aus der Forstwirtschaft stammt, konkret: Indem man immer nur die größten Bäume erntet, "lebt man von den Zinsen und nicht vom Kapital" der jungen, nachwachsenden Kulturen.
Dieser Zukunfts- und Entwicklungsaspekt prägt alle vorgestellten Agenda- Prozesse. Sie orientieren sich an dem jeweiligen Gemeinde-Leitbild, welches sowohl eine aktuelle Bestandsaufnahme als auch die Ziele enthält, die langfristig angestrebt werden. Bürger-Engagement ist systematisch in Arbeitskreise eingebunden, die von der Planung bis zur Realisierung der Einzel-Projekte verantwortlich sind.
Auf diese Weise entsteht in den Agenda-21-Gemeinden allmählich ein neues Wir-Gefühl, das weit über die eigenen Belange hinausgeht - entsprechend dem Agenda-Motto: "Global denken und lokal handeln!"
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29 Minuten Farbe VHS
Unsere Gesellschaft wird immer älter: infolgedessen wird als eine eigene Lebensphase angesehen, die bis zu 40 Jahre dauern kann und höchst unterschiedliche Lebensformen mit sich bringt. Der Film arbeitet in einem differenzierten Querschnitt typische Alters-Befindlichkeiten auf und spiegelt diese jeweils wider im Kontakt mit der Jugend.
Den ersten Teil des Films beherrschen die "autarken Alten". Sie genießen und nutzen ihre Alters-Freiheit, um das in der Jugend Versäumte nachzuholen, teils für sich selber (Malkurs), teils für andere Alte (Seniorenchor). Manche entwickeln dabei großes gesellschaftliches Engagement (siehe Projekt: "Jugend für Jugend").
Der zweite Teil des Films beschreibt die Abbauphasen, die das Alter mit sich bringt. Ein Zivi im mobilen Hilfsdienst stimmt das Leitmotiv an: Die Einsamkeit im Alter. Sein Fahrgast wird tagsüber in einem Alten- und Service-Zentrum betreut. Aus der Vielzahl der angebotenen Leistungen wird das Gedächtnis-Training vorgestellt.
Das Thema der Alters-Demenz bildet den dritten Schwerpunkt des Films und zeigt am Beispiel von vier Schwestern auf, wo die Grenzen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter liegen. Mit Hilfe des Betreuungsrechts bleiben die individuellen Persönlichkeitsrechte hilfloser alter Menschen gewahrt.
Der vierte Teil des Films widmet sich dem Ende der Dritten Lebensphase, das zumeist in einem Pflegeheim erlebt wird. Die häusliche Betreuung durch Angehörige findet spätestens dann ein Ende, wenn die Hinfälligkeit in körperlicher und geistiger Hinsicht zu groß wird. Die seelischen Nöte und Schuldgefühle der Angehörigen durchdringen diese Sequenz. Gleichzeitig wird aus der Perspektive von zwei Pflegepraktikantinnen der Tabu-Charakter deutlich, mit dem unsere Gesellschaft den Prozess des Alterns und den Tod belegt hat.
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Serie: 1. Wasser / 2. Boden / 3. Luft / 4. Lärm
28 Minuten Farbe VHS
Wasser ist ein kostbares Gut: unentbehrliche Grundlage jeglichen Lebens. Weltweit müssen über drei Milliarden Menschen ohne sauberes Trinkwasser auskommen. Zwar steht in Deutschland mengenmäßig noch ausreichend Wasser zur Verfügung, aber dennoch ist reines Trinkwasser auch bei uns keine Selbstverständlichkeit. Auch hier gilt es, die Wasserressourcen vernünftig zu nutzen und zu erhalten.
Es ist ein Anliegen des Films, an bayerischen Beispielen die Gefährdung des Trinkwassers durch Schadstoffe aufzuzeigen. Deutlich wird, welche gewaltigen Aufwendungen von Seiten der Kommunen und des Staates notwendig sind, um den Verbraucher mit Trinkwasser zu versorgen, das die vorgeschriebenen Richtwerte erfüllt.
Mit Hilfe von Trickdarstellungen veranschaulicht der Film die große Bedeutung, die der Boden im Rahmen des Wasserkreislaufs spielt. Seine Filterwirkung wird aber heute durch Schadstoffe aus der Luft (Schwefel und Stickstoff) und insbesondere aus der Landwirtschaft (Nitrat) stark beeinträchtigt. Am Beispiel der Städte Straubing (Nutzung von Tiefenwasser, Wasserschutzgebiete mit Auflagenkatalog) und München (Förderung ökologischen Landbaus) werden zwei verschiedene Wege aufgezeigt, qualitativ hochwertiges bzw. den Richtwerten entsprechendes Trinkwasser zu erhalten.
Im Schlussteil fordert der Film auf amüsante Art jeden einzelnen von uns mit konkreten Spartipps auf, seinen speziellen Beitrag zum Wassersparen zu leisten - denn Wasserschutz darf nicht immer die Aufgabe der anderen sein.
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Serie: 1. Wasser / 2. Boden / 3. Luft / 4. Lärm
29 Minuten Farbe VHS
Dass der Boden, der die Erdoberfläche wie eine dünne Haut bedeckt, nicht nur Nahrungsmittelproduktions- und Planungsfläche ist, sondern mehr: nämlich unser aller Lebensgrundlage, wird heute oft vergessen.
Der Film problematisiert das Verhältnis Mensch-Boden und zeigt die vielfältigen Belastungen auf, denen das Öko-System Boden ausgesetzt ist, direkt vor unserer Haustür. Der Film will vor allem das Verständnis wecken für einen komplexen Lebensraum, dessen Pflege und Gesunderhaltung weltweit eine der wichtigsten Aufgaben der Zukunft ist.
In einem großen Bogen erklärt der Film zunächst die Entstehung des Bodens und seine Bedeutung für die menschliche Ernährung. Dabei wird auch die Entwicklung von der frühen bäuerlichen Kreislaufwirtschaft bis zur heutigen agrar-industriellen Nutzung nachvollziehbar, die zu aktuellen landwirtschaftlichen Problemen wie Erosion und Verdichtung, Humus-Verlust und Nährstoff-Überdüngung geführt hat. Parallel dazu widmet sich der Film dem Themenkreis: Verstädterung, Flächenverbrauch und der damit zusammenhängenden Altlasten- Problematik.
Im zweiten Teil des Films wird zunehmend deutlich, dass die Summe all dieser Belastungen zwangsläufig zu einer massiven Störung der natürlichen Boden-Funktionen führen muss, falls dieser Entwicklung nicht Einhalt geboten wird.
Das am 1. März 1999 in Kraft getretene Bundes-Bodenschutzgesetz gibt erstmals den Behörden einen verbindlichen Maßnahmenkatalog und Richtwerte zur Vorsorge gegen das Entstehen schädlicher Bodenveränderungen und zur Sanierung von Böden und Altlasten an die Hand.
Serie: 1. Wasser / 2. Boden / 3. Luft / 4. Lärm
28 Minuten Farbe VHS
Zu Beginn des Films erläutert ein Flugkapitän das Phänomen des Fliegens, das Laien immer wieder zum Staunen bringt. Aber gerade der stark zunehmende Luftverkehr führt zu einer immer stärkeren Belastung der Umwelt.
Im Laufe von 100 Jahren hat sich die Zusammensetzung der Luft durch Schadstoffe so verändert, dass Auswirkungen auf das Klima und auf die Gesundheit der Menschen greifbar werden.
Bayern verfügt heute über ein flächendeckendes lufthygienisches Überwachungssystem, das sofort Alarm schlägt, wenn sich die Schadstoffkonzentrationen in der Luft den kritischen Werten nähern. Die Fäden des Überwachungssystems laufen im Landesamt für Umweltschutz in Augsburg zusammen, das selbst über ein modernes, richtungsweisendes Heizungssystem verfügt, das nahezu schadstofffrei arbeitet.
Ausführlich beschäftigt sich der Film mit dem Schadstoff Ozon, der als Sommersmog Mensch und Natur belastet. Gezeigt werden Forschungsprojekte über die Langzeitwirkung von Ozon auf alte Bäume sowie über den Zusammenhang zwischen Staubkonzentration in der Luft und bestimmten Krankheiten.
In diesem Zusammenhang wird auf die Belastungen durch den Straßenverkehr, vor allem aber auf die Gefahren des Rauchens verwiesen.
Im Schlussteil zieht der Film eine positive Bilanz über die Verbesserung der Luftqualität in den letzten Jahrzehnten - aber ausruhen dürfen wir uns nicht. Der Film bringt Anregungen zum persönlichen Engagement.
Serie: 1. Wasser / 2. Boden / 3. Luft / 4. Lärm
28 Minuten Farbe VHS
Unerwünschte, störende Geräusche, bezeichnet man als Lärm. Nach dem subjektiven Empfinden sind meist die Mitmenschen die Lärmverursacher. Tatsächlich trägt aber jeder von uns mit dazu bei, dass die Lärmbelastungen insgesamt immer stärker werden. Im Film wird Lärm sogar als eine Form der "Umweltverschmutzung" bezeichnet.
Lärm macht Spaß - aber auch Angst. Das wird zu Beginn des Films mit eindrucksvollen und "lautstarken" Bildern demonstriert: Perchten mit grässlichen Masken treiben den Winter aus.
Was früher dem Winter Angst machen sollte, hat sich inzwischen gegen uns selbst gewandt. Der Film geht der Frage nach, was heute Lärm ist und inwiefern er uns krank macht. Zuvor werden in einem Versuch mit feinem Sand Schallwellen sichtbar gemacht und der Hörvorgang erklärt.
Im alltäglichen Umgang mit Maschinen merken wir nicht mehr, wie laut sie sind. Daher empfinden wir den Geräuschpegel, der einen Unbeteiligten bereits stört, kaum als Lärm. Dennoch ruft er in uns Fluchtreaktionen aus - ohne dass wir fliehen können. Diese ständige Fluchtbereitschaft ist es, die uns krank macht.
Fachleute schätzen, dass etwa 10 % der Jugendlichen mit Gehörschaden zu rechnen haben, weil sie insbesondere während ihrer Freizeit ihren Ohren unbewusst zu viel zumuten.
Wie lässt sich das Problem lösen? Am besten dadurch, dass jeder Einzelne sein "Lärmverhalten" immer wieder kritisch überdenkt und auf andere Rücksicht nimmt. Nur so kann es gelingen, die zunehmende Umweltbelastung "Lärm" insbesondere im privaten Bereich zu verringern.
29 Minuten, Farbe, VHS
Streitsituationen:
Jugendliche im Parlament: Selbstkritisch üben sie im Plenarsaal das Pro und Kontra der Debatte. Nachbarschaftsstreit: In einer Spielszene diskutieren Befürworter und Gegner eines geplanten Bolzplatzes heftig miteinander.
Konfliktbewältigung auf Meta-Ebene: Zwei Expertinnen vom Centrum für angewandte Politikforschung in München analysieren mit den Nachbarn diesen Streit und stellen praktische Strategien zur demokratischen Konfliktbewältigung vor. Tarifauseinandersetzung: Arbeitnehmer und Arbeitgeber ringen um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Zu den Mühen des Kompromisses äußert sich der Schlichter.
Entscheidungsfindung im Parlament: Bei einem Besuch im Bayerischen Landtag macht der Film den Unterschied zwischen dem politischen Schlagabtausch im Plenum und der Arbeit in den Ausschüssen deutlich. Zuletzt formuliert der bayerische Landtagspräsident (Johann Böhm) seine Kriterien für eine demokratische Streitkultur im Parlament.
29 Minuten, Farbe, VHS
Die staatlichen Archive Bayerns haben den gesetzlichen Auftrag, das Schriftgut sämtlicher Behörden, Ministerien und Gerichte zu übernehmen. Sie verwahren ca. 36 Millionen Archivalien, was knapp 190 Regalkilometern entspricht. Jährlich kommen drei Kilometer hinzu. Die Zeitspanne des Archivguts umfaßt 1200 Jahre.
Der Film vermittelt anhand wichtiger Dokumente schlaglichtartig Begegnungen mit der bayerischen Geschichte: vom Stammesherzogtum über das Königreich zum Freistaat.
Am Beispiel des Neubaus des Staatsarchivs Augsburg werden modernste Aspekte der Lagerung von Urkunden gezeigt. In der Restaurierungswerkstatt des Hauptstaatsarchivs in München schauen wir zu bei der "Papier Anfaserung" und bei der Wiederherstellung alter Wachssiegel.
Neben der ständigen Übernahme von Akten bayerischer Behörden erhalten die Staatsarchive immer wieder Nachlässe zeitgeschichtlich interessanter Persönlichkeiten. Ein Archivar erklärt die Kriterien der Auslese.
27 Minuten, Farbe, VHS
Bayern ist bei Kriegsende 1945 besetztes Gebiet der US-Militärregierung. Der Film verfolgt den von den Amerikanern beaufsichtigten Weg der Ausarbeitung einer Bayerischen Verfassung. Ab Januar 1946 ist der Weg offen: Gemeindewahlen werden durchgeführt, Verfassungsausschüsse eingesetzt. Wilhelm Hoegner hatte im Exil einen Verfassungsentwurf vorbereitet. Die Wahl zur Verfassunggebenden Landesversammlung erfolgt am 30. Juni 1946. Mit einer überwältigenden Mehrheit nimmt die bayerische Bevölkerung am 1 . Dezember 1946 die neue Verfassung an. Bayern war wieder ein demokratischer Rechtsstaat geworden.
In einem historischen Rückblick informiert der Film über die parlamentarische Tradition in Bayern seit 1818.
Comicartige Bildergeschichten verdeutlichen an konkreten Beispielen in aufgelockerter Form einige Artikel der Bayerischen Verfassung: das Grundrecht auf Freiheit der Person (Art. 102), die Popularklage (Art. 98), eine bayerische Besonderheit, und den Naturschutz (Art. 141).
Zum Schluß werden am Beispiel des Umweltschutzes die gesetzlichen
28 Minuten, Farbe und s/w, VHS
Der Film beginnt mit dem Tag der Geldausgabe: Am 20. Juni 1948 führten die westlichen Alliierten in den von ihnen besetzten Zonen des wirtschaftlich am Boden liegenden Nachkriegsdeutschland eine Währungsreform durch. So gelang es, dem neuen Geld, der Deutschen Mark, die nötige Kaufkraft zu verschaffen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Eine Rückblende auf die Kriegszeit erinnert daran, daß das NS-Regime den Krieg auf Pump finanziert hatte. Mit dem Kriegsende begannen Schwarzmarkt und Hamsterfahrten. Die Reichsmark hatte keinen Wert mehr.
Der beginnende Ost-West-Gegensatz verhinderte eine gemeinsame Währungsreform. Unter Aufsicht der westlichen Alliierten arbeiteten deutsche Spezialisten bei strengster Geheimhaltung an den Plänen für eine Währungsreform in den drei westlichen Besatzungszonen. Eine genaue Vorbereitung einschließlich einer Volkszählung war notwendig, um die erforderliche Geldmenge festlegen zu können. Ausführlich beschäftigt sich der Film mit den Auswirkungen der Währungsreform auf die Politik sowie auf die Betroffenen. Zeitzeugen kommen zu Wort.
27 Minuten, Farbe, VHS
Ausgehend von der Arbeit eines Bergbauern zeigt der Film , daß trotz scheinbarer Abgeschiedenheit auch sein Leben von den in Brüssel getroffenen Entscheidungen mitbestimmt wird - Filmische Impressionen machen die Verschiedenartigkeit europäischer Regionen deutlich: Vielfalt in der Einheit ist die Devise.
Am Beispiel Frankens wird gezeigt, welche Gemeinsamkeiten eine Region im traditionellen Sinn ausmachen. Im "Europa der Regionen" kommt es aber auf die politische Region an: nur sie ist klar abgrenzbar - in Deutschland sind dies die Länder, vertreten durch die Ministerpräsidenten. Beispiele verdeutlichen, welche Anliegen einzelne Regionen, darunter auch Bayern, an die EU richten. Allen gemeinsam ist der Wunsch, möglichst viel Eigenständigkeit zu wahren. In diesem Zusammenhang erklärt der Film das Prinzip der Subsidiarität. Bei einem Besuch in der Vertretung des Freistaats Bayern in Brüssel wird deren Arbeit vorgestellt.
Grafiken und Filmsequenzen erläutern die verschiedenen Entscheidungsebenen in der EU und stellen ausführlich den Ausschuß der Regionen vor. Regionale Zusammenarbeit, auch über die Außengrenzen der EU hinaus, zeigt schließlich das Beispiel der Euregio Egrensis.
43 Minuten, Farbe, VHS
Zu den wichtigsten Elementen des Rechtsstaats gehören die Anerkennung von Grundrechten und die Teilung der Macht in die drei Staatsgewalten: Regierung und Verwaltung, gewählte Parlamente und unabhängige Rechtsprechung. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ist das höchste deutsche Gericht. Die klar strukturierte Dokumentation zeigt mit teilweise computeranimierten Bildern die folgenreiche Arbeit seiner beiden mit je acht Richtern besetzten Senate.
Der Blick zurück verdeutlicht, wie sehr dieses Gericht Geschicke und Geschichte des Lebens in der Bundesrepublik Deutschland bis über die deutsche Einigung hinaus geprägt hat, etwa durch die Entscheidungen zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern, zur Meinungsfreiheit und zum Datenschutz, zum Grundlagenvertrag und zum Auslandseinsatz der Bundeswehr, zu Abtreibung und Asyl, zu Sitzblockaden oder DDR-Spionen. Der Film zeigt: So sehr sich dieses Gericht im Spannungsverhältnis von Bürgern und Staat, von Regierung und Opposition und immer mehr von nationalen und europäischen Normen befindet, hat es letztlich dennoch den nötigen politischen Konsens hergestellt.
Konzentrationslager Dachau
43 Minuten, Farbe s/w, VHS
Schon im NS-Deutschland war Dachau zum Synonym für "Konzentrationslager" geworden. Exemplarisch spiegelt das KZ Dachau die Entwicklung der nationalsozialistischen Macht- und Unterdrückungspolitik. Der Film dokumentiert die Geschichte durch Aussagen ehemaliger KZ-Häftlinge und in historischen Dokumenten.
Tage des Überlebens
1.-6. Mai 1945
6 x 15 Minuten, Farbe s/w, VHS
Der Film rekonstruiert den Countdown der letzten Kriegstage. Dokumentarisch verdichtet wird jeder der sechs Tage Anfang Mai 1945 in einem eigenen Kurzfiim nachgezeichnet und so ein Stimmungsbild vom Untergang des "Tausendjährigen Reichs' eingefangen.
Der Nürnberger Prozeß
Der erste Versuch, Weltrecht gegen Unrecht zu setzen
44 Minuten, Farbe s/w, VHS
Der "Hauptkriegsverbrecherprozeß" begann am 20. November 1945. Wie lief diese "Prozeß-Maschine" ab, wo waren die Divergenzen innerhalb des Tribunals der vier Siegermächte und wie nahmen die Deutschen diese Vergangenheitsbewältigung auf? Zeftzeugen berichten vom Prozeß und seiner Rezeptionsgeschichte.
Ziele, Zweifel und Visionen
Die Europäische Union
29 Minuten, Farbe, VHS
Nach einem Rückblick auf die historische Entwicklung des europäischen Zusammenschlusses werden die Institutionen der EU kurz vorgestellt. Ziele der EU in den nächsten Jahren werden angesprochen. Es folgt eine Erklärung der "vier Freiheiten" des Binrienmarktes. Abschließend wird der Maastrichter Vertrag erläutert.
Die Tat und ihre Folgen
Ein Jugendstrafverfahren
30 Minuten, Farbe, VHS
Der Kurzfilm ist als spannender Krimi gestaltet und wurde in einer bayerischen Kleinstadt gedreht. Drei Jugendliche haben nachts mehrere Autos beschädigt und Sachen entwendet. Von den drei Beteiligten entsteht vor Gericht ein klares Täterbild, das die Grundlage bildet für die Urteilsfindung mit höchst unterschiedlichen Strafen.
Die Weiße Rose
Studentischer Widerstand gegen Hitler
Der Film berichtet über das Schicksal der Münchner Widerstandsgruppe um Hans und Sophie Scholl sowie Professor Kurt Huber, die im Februar 1943 hingerichtet wurden.
Das Jahr der Entscheidung
Die deutsche Vereinigung 1989/90
(68 Min.)
Der Film ist in 12 Teile gegliedert und dokumentiert die einzelnen Phasen von der Öffnung der Berliner Mauer am 9. November 1989 bis zur Vereinigung am 3. Oktober 1990.
Bürger und Staat I
Statt wegschauen: helfen
(14 Min.)
In dem Kurzspielfilm wird an Alltagssituationen von vier Jugendlichen die
Vefassungsnorm des Artikels 122 BV verdeutlicht (gegenseitige Hilfe).
Bürger und Staat II
Statt anprangern: sich engagieren
(15 Min.)
In Spielhandlungen aus dem Alltag von vier Jugendlichen wird Artikel 5 GG
(freie Meinungsäußerung) erläutert.
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